4 Wege, das Selbstvertrauen deines Kindes zu stärken

Der Grundstein für ein gesundes Selbstvertrauen wird ohne Zweifel in unserer Kindheit gelegt. Je größer unser Selbstwertgefühl ist – also das Gefühl, dass wir unabhängig von inneren oder äußeren Begebenheiten etwas wert sind – desto größer ist auch unser Selbstvertrauen. Ein gestärktes Selbstvertrauen führt dazu, dass wir erfolgreich mit anderen Menschen, etwaigen Problemen und dem Leben mit all seinen Höhen und Tiefen umgehen können.

Das sogenannte Urvertrauen entwickelt sich, indem die Bedürfnisse eines Babys zuverlässig und liebevoll erfüllt werden. Sowohl Eltern als auch andere Vertrauenspersonen haben danach einen großen Einfluss auf das Selbstwertgefühl von Kindern, das in den ersten 6 Lebensjahren ausgeprägt wird. Später wird starkes Selbstvertrauen eher von Lehrern und Gleichaltrigen bestimmt.

Ein geringes Selbstwertgefühl entwickelt aber, wer

  • oft kritisiert, gehänselt und bestraft wird,
  • häufig mit anderen verglichen wird,
  • den Eindruck hat, nichts richtig machen zu können,
  • das Gefühl hat, immer alles korrekt machen zu müssen, um akzeptiert zu werden,
  • für seine Fehler und Schwächen verurteilt wird,
  • generell das Gefühl bekommt, nicht in Ordnung oder unvollkommen zu sein.

Was du von Anfang an und im Alltag tun kannst, um das Vertrauen deines Kindes in sich selbst zu stärken, haben wir in vier Tipps für dich zusammengefasst!

Wie du das Selbstvertrauen deines Kindes stärken kannst: 4 Tipps

1. Vorbildwirkung und Ermunterung

Wie bei jedem Aspekt der Erziehung ist die Vorbildwirkung höchst entscheidend für die Entwicklung eines Kindes. Wenn du nicht an dich selbst glaubst, schnell aufgibst und frustriert bist oder nie etwas Neues probierst, kannst du das auch nicht von deinem Kind erwarten.

Mach deinem Kind klar, dass jeder Mensch Stärken und Schwächen hat, dass Scheitern normal ist und dass du es bedingungslos liebst, unabhängig von seinen Erfolgen oder Talenten. Wer sich bedingungslos geliebt, geborgen und verstanden fühlt, entwickelt am leichtesten ein starkes Selbstvertrauen.

2. Ermutigung statt Lob

Bei zu viel Lob für Erfolge und Talente entwickeln Kinder eine gewisse Abhängigkeit von der Anerkennung anderer, oder erhöhten Erfolgsdruck und Versagensängste in diesen Bereichen. Besser ist es, Kinder dafür zu loben, dass sie etwas versucht oder sich angestrengt haben: „Toll, dass du dir Mühe gegeben hast!

Erkenne Fortschritte an, nicht Erfolge. Auch Selbständigkeit ist wichtig: Wenn dein Kind seine Jacke nicht zubekommt, dann sage nicht „Komm, ich mach es für dich“, sondern ermutige es, es nochmal zu probieren und zeige ihm im Notfall, wie es sich leichter tut. Wer immer alles abgenommen bekommt, kann kein Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten entwickeln.

3. Wertschätzung und Zuneigung

Zeige Interesse an deinem Kind, seinen Gefühlen und Gedanken. Höre gut zu und schenke deinem Kind ungeteilte Aufmerksamkeit. Dadurch vermittelst du deinem Sprössling, dass er wertvoll und wichtig ist. Anerkennung und Liebe, ungeachtet der Fehler und Schwächen deines Kindes, sind der beste Weg, um sein Selbstvertrauen zu stärken: Knuddeln, umarmen, küssen und liebe Worte sollten oft auf der Tagesordnung stehen. Verzichte auf Vergleiche mit Geschwistern oder Gleichaltrigen – dein Kind ist einzigartig und so wie es ist liebenswert und in Ordnung. Versuche auch, die Gefühle deines Kindes nicht zu bewerten oder verurteilen – sonst vermittelst du ihm das Gefühl, minderwertig oder „falsch“ zu sein.

4. Widerstandsfähigkeit und Herausforderungen

Ermutige dein Kind,

  • Neues zu probieren,
  • Risiken einzugehen und
  • Fehler zuzulassen.

Es muss lernen, dass Fehler, Niederlagen und Kummer zum Leben gehören und dass niemand perfekt ist. Trotzdem geht das Leben weiter und wir sind genauso viel Wert wenn wir Fehler machen oder Rückschläge erleiden. Gib deinem Kind die Sicherheit, dass du für es da bist und ihm vertraust das Richtige zu tun. Wenn du es kritisierst, dann immer nur das Verhalten und niemals die Person: Statt „Du bist ein frecher Bub“ lieber „Dieser Satz war etwas frech“. Dein Kind ist schließlich vollkommen und liebenswert so, wie es ist!

Wir hoffen, dass wir dir einige nützliche Tricks an die Hand geben konnten, um das Selbstvertrauen deines Kindes im Alltag zu stärken!

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